KÖSTLICHKEIT AUS DER REGION
Der Rhabarber ist da

Die Natur blüht und grünt und mit ihr reift der Rhabarber. Mit dem ersten Kompott oder Kuchen aus den köstlichen Stielen, ist der Sommer nicht mehr weit. Noch bis zum Sommeranfang Ende Juni ist der erntefrische Rhabarber auf den hiesigen Wochenmärkten und in den Obst- und Gemüse Fachgeschäften zu erwerben. Den prallen, rötlich gefärbten Stängeln mit den großen, gekräuselten Blättern verdankt der Rhabarber sein charakteristisches Aussehen. Höchste Zeit das schmackhafte Gemüse mit dem belebend säuerlichen Aroma einmal genauer zu betrachten.

Als früher Bote von heimischen Feldern sorgt der Rhabarber für Erfrischung und wird wie Obst zu Süßspeisen, Kompott oder Marmelade verarbeitet. Botanisch gesehen aber zählt er zur Gattung der „Stielgemüse“ da die Stängel und nicht die Früchte verspeist werden. Der Ursprung des Rhabarbers ist bis nach China zurückzuverfolgen, wo schon vor 5000 Jahren die Wurzeln als Arzneimittel verwendet wurden. Von China aus startete der Rhabarber seine Reise gen Westen. Seinen Namen verdankt er übrigens den Römern: „rheum barbarum“, was frei mit „Wurzel der Barbaren“ übersetzt werden kann. Über Umwege landeten die ersten Rhabarberstauden schließlich vor etwa 150 Jahren in Deutschland.

Seinen Platz in der Küche musste sich der Rhabarber im Gegensatz zu manch graziler wirkendem Obst und Gemüse hart erkämpfen. Lange Zeit wurde er zu Unrecht als Armeleuteessen verpönt. Heute zählen die grün und rot heranwachsenden Stiele zu den beliebtesten Leckerbissen. Ob saftiger Rhabarberkuchen, fruchtiger Kompott oder luftiges Rhabarber-Erdbeer-Tiramisu: Es ist für jedermann etwas dabei. Der Rhabarber punktet aber nicht nur mit seinem Geschmack. In den Stängeln tummeln sich jede Menge B-Vitamine: Niacin sorgt für einen gesunden Schlaf und hilft trübe Stimmungen fortzublasen, Pantothensäure verbessert das Hautbild und die Haarstruktur und Folsäure stärkt Immun- und Nervensystem. Wen das noch nicht überzeugt hat, der sollte einen Blick auf die Mineralien und Spurenelemente werfen. Calcium, Magnesium und Kalium dienen dem Knochenaufbau und der Muskelfunktionen, der Kaliumreichtum wirkt entwässernd und verbessert den Nährstofftransfer im Körper.

So heilend und gesund die Wurzeln und Stiele des Rhabarbers auch sind, vor den Blättern ist Achtung geboten. Sie enthalten Oxalsäure und sind nicht für den Verzehr geeignet. In geringfügiger Menge ist diese Säure auch in den Stielen vorhanden, weshalb es sich empfiehlt den Rhabarber zu schälen und nicht roh zu essen. Ein unschlagbares Duo ist die Kombination von Rhabarber mit Milchspeisen, denn das bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Zum einen wird die Säure im Körper gebunden und zum anderen bereitet zartsäuerlicher Rhabarberkompott mit flockigem, noch ofenwarmen Flammeri höchsten Gaumengenuss.

Wer es lieber spritzig mag, sollte Rhabarber in seiner flüssigen Form probieren. Eine kühle Rhabarberschorle schmeckt nicht nur lecker und löscht wunderbar den Durst, sondern kurbelt zugleich die Verdauung an und wirkt entschlackend. Damit ist der Trunk eine echte Alternative zur traditionellen Apfelschorle. Einfach 1 kg Rhabarber, 100 ml Wasser und 250g Zucker 20 Minuten kochen und über Nacht in einem Geschirrtuch abtropfen lassen. Den aufgefangenen Sud nochmals mit 250g Zucker kochen, bis er dickflüssig ist und anschließend heiß in eine Flasche umfüllen. Tipp: ein Schuss Rhabarbersirup schmeckt nicht nur in Mineralwasser, sondern auch mit Prosecco oder als fruchtige Veredelung auf Vanilleeis.

 

 

 

 


 


KOCHBUCH

[>] Einfach, günstig
und lecker
[>] Rezepte



QUICKLINKS

[>] Alle Verbraucher-
News
[>] Großmarktaktionen


 

 

 

 

 

 















French/Français Русский/RussianEspañol/Spanish Türkçe/Turkish English German