ROTE BETE
Dem Feinschmeckergemüse von heimischen Äckern wird
verjüngende Wirkung nachgesagt

Mal größer, mal kleiner, aber meist ziemlich unauffällig fristen die unterschätzten Knollen ihr Dasein in bescheidenen Kistchen auf den Ständen der Wochenmärkte. Wer die rote Bete nicht kennt, denkt bei ihrem Anblick nicht sofort an delikate Gaumenfreuden. Und doch, die Rote Bete, auch rote Rübe oder Rahne genannt, ist ein Hit unter den Gemüsesorten. Auch wenn es Arten gibt, die im Aussehen mehr Chic beweisen ­ köstlich und gesund ist sie ein wunderbarer Jungmacher unter den Boden- und Baumfrüchten.

Die beta vulgaris cruenta ruba ­ so ihr botanischer Name ­ ist in den Küsten des Mittelmeers entstanden. Überlieferungen zufolge soll es sie schon seit 2500 Jahren geben. Hätten Sie gedacht, dass die rote Rübe neben der Zuckerrübe auch mit dem Mangold verwandt ist? Auch die typisch intensiv rote Farbe, die bis ins Purpur geht, wurde der Frucht erst durch die Weiterveredelung im 19. und 20. Jahrhundert angezüchtet.

Die dunklen, meist etwas bräunlichen Knollen enthalten eine Menge stickstoffhaltiger Biostoffe, die zu den Flavonoiden gehören. Diese sind sehr effiziente Wasserstoffträger und steigern die Sauerstoffaufnahme geschädigter Zellen um rund 350 Prozent. Des Weiteren profitieren das Zellwachstum und die Zellkerne, was zu kräftigen Knochen und starken Gefäßwänden führt.

Wirklich bemerkenswert: Die rote Rübe bietet Nährstoffe, die in dieser Kombination einzigartig sind. So enthält sie Silizium, ein Mineral, das häufig in Nahrungsmitteln vorkommt, von unserem Körper jedoch nur selten aufgenommen wird. Silizium aus Fleisch beispielsweise bringt unserer Gesundheit nichts, in der roten Rübe aber fördert das Mineral den Aufbau von Knochen, Knorpel und Bindegewebe und regt die Bildung von Kollagen an. Kollagen sorgt für glatte und feste Haut.  Weiter punktet die gesunde Knolle mit einem extrem hohen Anteil an Folsäure, einem Vitamin der B-Gruppe, welches der Körper nicht selbst herstellen kann. Besonders toll: Diese Säure ist es auch, die während kalter Tage, wenn die Sonne selten bei uns zu Gast ist, positive Gefühle schenken kann.

Auch diejenigen, die öfter zu Medikamenten greifen müssen, sollten die rote Rübe immer wieder auf ihre Speisekarte setzen: Die Flavonoide verringern die Giftwirkung vieler Stoffe, unter anderem auch von Antibiotika. Zudem sind diese Wirkstoffe geschwulsthemmend und antitumorös, eine Beobachtung, die sogar durch Studien belegt ist.

Last but not least ein kleiner Tipp für Genießer, die nicht viel Zeit zum Kochen haben: Eine feine wärmende Rote Bete Creme Suppe. Dazu Rote Bete Knollen garen, mit Majoran, Pfeffer und Salz würzen und pürieren; anschließend nach Belieben Creme fraîche oder Sahne dazugeben und servieren.

 

 


 


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